Was sollte vor jeder telefonischen Anmeldung mit dem Patienten abgeklärt sein?

MRT-Untersuchung

  1. Platzangst
  2. Herzoperationen/Herzschrittmacher
  3. Schwangerschaft
  4. Voraufnahmen

MRT-Mamma wird ab dem 7 – 14 Tag ab Mens durchgeführt, ausser bei Notfällen.

MRT-Arthrographie

  1. Platzangst
  2. Herzoperationen/Herzschrittmacher
  3. Schwangerschaft
  4. Voraufnahmen
  5. Blutverdünner

CT-Untersuchung

  1. Schilddrüsenüberfunktion
  2. Kontrastmittel-Allergie
  3. Schwangerschaft
  4. Voraufnahmen

CT- Abdomen und Sono- Abdomen immer nüchtern.


Wo finden welche Untersuchungen bei uns statt:

Anschrift und Standort 1

Theaterstrasse 7, 6003 Luzern
An diesem Standort finden alle Untersuchungen ausser MRT-Untersuchungen statt.

Standort 2

Bahnhofstrasse 7, 6003 Luzern
An diesem Standort finden alle MRT-Untersuchungen statt.


Warum sind diese Fragen relevant?

Platzangst

Bei Platzangst verabreichen wir Midazolam. Midazolam-Nasenspray wird vor diagnostischen und chirurgischen Eingriffen, zur Sedierung eingesetzt. Sie haben eine angstlösende, dämpfende und schlaffördernde Eigenschaft. Der Spray ist einfacher zu handhaben als die Injektionslösung und hat einen raschen Wirkungseintritt.
Voraussetzung Begleitperson organisieren, vorher und nachher kein Alkoholkonsum. Danach keine Tätigkeit, welche die volle geistige Aufmerksamkeit (z.B. Autofahren) voraussetzt. Keine Schlafmittelabhängigkeit.

Herzoperationen/ Herzschrittmacher

Eine MRT-Untersuchung bei Herzschrittmacher-Patienten stellt eine relative ggf. sogar eine absolute Kontraindikation dar. In der Regel, insbesondere, wenn Alternativ-Methoden zur Verfügung stehen, sollte bei Herzschrittmacher-Patienten auf eine MRT-Untersuchung verzichtet werden, da es zu Störungen, im schlimmsten Fall sogar zur Zerstörung des Schrittmacher-Aggregates kommen kann.
Stents, haben keine Relevanz. Einige Herzklappen sind jedoch nicht MRT-tauglich, diese wäre im jeweiligen Klappenpass vermerkt.

Schwangerschaft

In den ersten zwölf Schwangerschaftswochen werden regelhaft keine MRT- und CT-Untersuchungen durchgeführt. Sollte es sich um eine akute Gefährdung der Patientin handeln, findet eine Absprache mit dem zuständigen Radiologen statt.

Voraufnahmen

Diese werden für einen Vergleich bei erneuter Untersuchung des gewünschten Untersuchungsbereiches benötigt. Sie sind wichtig um den Verlauf zu beurteilen.

Blutverdünner (Arthro)

Medikamente zur Blutverdünnung (ASS, Aspirin, Heparin, Marcumar) müssen vor der Untersuchung abgesetzt werden, weil sonst die Gefahr einer Blutung/ Einblutung besteht. Bei Patienten unter Marcumar-Therapie darf eine MRT-Arthrographie nur nach Umstellung auf Heparin bzw. einem Quick-Wert von >50% durchgeführt werden.

Schilddrüsenüberfunktion

Das in der Computertomographie verwendete Kontrastmittel enthält größere Mengen Jod, welches eine bestehende Schilddrüsenüberfunktion verschlechtern kann. Dies kann anhand von Laborwerten (TSH, fT3, fT4) kontrolliert werden. Negative Auswirkungen können medikamentös verhindert werden. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion ist die Kontrastmittelgabe unbedenklich.

Kontrastmittel-Allergie

Jedes Kontrastmittel (KM) kann allergische Reaktionen verursachen. Bei CT-Untersuchung sind Personen, die auf jodhaltiges Kontrastmittel allergisch reagieren, besonders gefährdet, eine Kontrastmittelallergie zu bekommen. Bei MRT-Untersuchungen kann eine Allergie gegen das Gadolinium-haltige Kontrastmittel auftreten. Wenn eine Kontrastmittelallergie besteht und die Kontrastmittelgabe unumgänglich ist um aussagekräftige Bilder zu erhalten, werden den Allergikern vor der Kontrastmittelgabe prophylaktisch allergiehemmende Medikamente verabreicht.